Stadien des Sterbens

Ein bis drei Monate vor dem Tod

Der Sterbende oder die Sterbende nehmen langsam Abschied von der Welt. Der Appetit und die Nahrungsaufnahme verringern sich. Der Bedarf an Schlaf nimmt zu. Der Mensch verkehrt sich mehr und mehr „nach innen“ und das Bedürfnis nach Kommunikation nimmt ab.

Ein bis zwei Wochen vor dem Tod

Es kann sein, dass der Mensch zunehmend desorientiert ist. Er agiert und spricht zu „Unsichtbaren“. Er oder sie ist eventuell verwirrt, das „Nesteln“ an Kleidung gehört dazu. Der Blutdruck vermindert sich, der Puls rast oder verlangsamt sich. Die Hautfarbe verändert sich. Auftreten können u.a. vermehrtes Schwitzen, unregelmäßige Atmung und Blutstauungen. Der oder die Sterbende klagt eventuell über Müdigkeit und Schwere des Körpers. Das Verlangen nach Essen nimmt ab, auch Flüssigkeit wird nur noch wenig aufgenommen. Die Körpertemperatur ist heiß/kalt.

Tage oder Stunden vor dem Tod

Die Intensivierung der oben genannten „Zeichen“ nimmt zu. Kurzzeitig kann die Energie noch einmal ansteigen. Für Außenstehende kann es so aussehen, als ob es wieder „bergauf“ geht. Blutdruckabfall, die Augen werden glasig, Tränen fließen, die Augen sind halb offen. Die Atmung wird nun irrgulär, es kann eine Unruhe oder vollkommende Inaktivität auftreten. Die Haut verfärbt sich „fleckig“, der Puls wird weich und schnell und ist kaum zu tasten. Die Urinproduktion nimmt ab, auch unwillkürliches Einnässen oder Einkoten können auftreten.

Minuten vor dem Tod

Eine sehr veränderte Atmung (z. B. Schnappatmung) tritt auf. Die oder der Sterbende ist nicht mehr „weckbar“.

Blick aus der Schlosskapelle Goseck. Foto: Achtsame Bestattungen Berit Ichite